"Der individuelle Weg zur
Gesundheit und persönlichen Entfaltung."

Faszien

Das fasziale System – ein geniales Netzwerk

Faszien gibt es schon so lange wie die Menschheit selbst. Dennoch schenkte man ihnen in der Medizin lange Zeit kaum Beachtung. Seit einigen Jahren gewinnen Faszien in der Therapie jedoch immer mehr an Bedeutung – und das aus gutem Grund.


Was ist eine Faszie?

Das fasziale System ist ein multidimensionales, organisches Netzwerk aus sehnigem Bindegewebe, das all unsere Gewebestrukturen wie Knochen, Organe, Nerven, Gefäße und Muskeln umhüllt. Es schützt, dämpft, isoliert, überträgt Impulse, harmonisiert Bewegungen, kommuniziert und verbindet. Faszien halten uns innerlich zusammen und schenken uns unsere Aufrichtung.
Da sie weder Anfang noch Ende haben, werden sie auch als das „endlose Netz“ bezeichnet, welches den gesamten Körper durchwebt.

Faszien speichern Gefühle und Erlebnisse!

Unsere Faszien bringen die innere Gefühlswelt über die Körperhaltung zum Ausdruck. Sie agieren wie ein Speicher für emotionale Erlebnisse – ob positiver oder negativer Natur. Alles wird im faszialen Gewebe hinterlegt; bei traumatischen Erlebnissen oder einem Schock kann das Gewebe regelrecht „einfrieren“. Damit sind Faszien ein essenzielles Sinnesorgan für unsere gesamte Körperwahrnehmung.

Stehen Faszien und Schmerzen in Verbindung?

Ja, sehr eng. Wird die Faszie durch eine Verletzung, einen Unfall, Fehlhaltungen, Entzündungen, Verkühlungen oder von Schock und Traumata beeinträchtigt, verliert sie ihre Fähigkeit zu gleiten, Stöße zu dämpfen und zu schützen. Das Gewebe zieht sich zusammen, verklebt oder verdreht sich. Die Folge sind tiefe innere Verspannungen und Schmerzen.

Wann ist eine Faszienbehandlung sinnvoll?

Die Faszienbehandlung – auch bekannt als Faszien-Unwinding – ist eine hochwirksame Methode bei chronischen und akuten Beschwerden sowie Schmerzen des gesamten Bewegungsapparates. Sie hilft effektiv dabei, Körperfehlhaltungen zu korrigieren, hartnäckige Verspannungen zu lösen und Schmerzen nachhaltig zu lindern.
Besonders empfehlenswert ist die Behandlung bei folgenden Indikationen:
 
  • Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen: Sowie bei hartnäckigen Blockaden und Bewegungseinschränkungen.
  • Hüftbeschwerden: Zur Entlastung der Gelenke, bei Fehlbelastungen oder ISG-Syndromen.
  • Migräne und Kopfschmerzen: Häufig verursacht durch tiefe myofasziale Spannungsketten im Nacken- und Schulterbereich.
  • Bandscheibenvorfällen: Zur Entlastung des umliegenden Gewebes und der beanspruchten Nervenstrukturen.
  • Chronischen Fehlhaltungen: Zur Wiederherstellung der natürlichen, schmerzfreien Körperstatik.
  • Nach Entzündungen: Um das Gewebe nach überstandenen Entzündungsprozessen im Körper wieder geschmeidig und regenerationsfähig zu machen.

Befreiung für Körper und Geist: Wie Faszienbehandlung wirkt

Durch gezielte, sanfte Griffe und Dehnungen wird dem Nervensystem signalisiert, die Spannung im Gewebe nachhaltig zu senken – das Gehirn schaltet spürbar auf den Parasympathikus um. Indem sich das Gewebe löst und wieder frei gleiten kann, befreit die Faszienbehandlung von körperlichen, gespeicherten Altlasten und verändert blockierte Energiemuster. Diese Behandlungsform unterstützt den Körper dabei, bei Bedarf Traumata und tief sitzende Speicherungen direkt aus dem Gedächtnis der Zellen zu entlassen.
Erste spürbare Erleichterungen und eine tiefere Entspannung treten oft schon während oder direkt nach der ersten Behandlungseinheit ein.
Das Ergebnis ist eine Behandlung, die gleichzeitig tief entspannend, regenerierend und vitalisierend auf den gesamten Organismus wirkt.
 
Das Lösen der Faszien muss keineswegs schmerzhaft sein. In meiner Praxis bevorzuge ich eine besonders sanfte und zugleich tiefgreifende Methode, um Ihr fasziales System wieder in Balance zu bringen.